Licht und Reflexion: Christoph Dahlhausen
Künstler / Kurator / Autor
Licht, Farbe und Raum sind die Leitprinzipien der künstlerischen Arbeit von Christoph Dahlhausen. Sowohl das natürliche als auch das künstliche Licht und die Wechselwirkungen des Lichts mit reflektierenden und transluzenten Materialien stehen im Mittelpunkt seiner Installationen und Objekte.
Licht und Farbe als Material spiegeln sich auch in vielen von Christoph Dahlhausen kuratierten Ausstellungen wider oder werden wie in »Lightborn« zum Thema seiner Publikationen.
Als Kurator realisiert er für verschiedene Institutionen seit den 1990er Jahren international besetzte Ausstellungen. Von 2003 – 2019 betrieb er in Bonn die Ausstellungs-Projekträume »proximus« und »raum2810«.
Aktuelle Ausstellungen und Projekte von und mit Christoph Dahlhausen
Skizze zu ‚Colored light for a pyramid‘, 2026
Neue Galerie-Zusammenarbeit / Paxmann Contemporary / Bornheim
22. Mai – 05. Juli 2026
Cornelius Paxmann und Christoph Dahlhausen, beide Bonner, verbindet eine längere Freundschaft. Seit jüngerer Vergangenheit betreibt Cornelius Paxmann eine kleine, feine Galerie in einem Wasserturm in Bornheim, in der Nähe von Bonn.
Paxmanns Begeisterung für das Werk des Bonner Freundes führt nun zur ersten Zusammenarbeit zwischen den beiden. Dahlhausen wird den Wasserturm in einen opulenten Farbraum verzaubern. Er wird eine Lichtinstallation aus Gerüststangen und Acrylglasplatten durch den Wasserturm hindurch platzieren, die den Raum immersiv verändern wird. Zudem werden ‚Bodies‘, Filterarbeiten, Arbeiten aus der Werkserie ‚Reflections on Space‘ sowie im alten Wassertank des Turms eine Reihe von ‚Lichtkörpern‘ gezeigt.
Ausstellungseröffnung über 3 Tage:
Fr. 29.5.26, 12-20 Uhr
Sa. 30.5.26, 12-20 Uhr
16 Uhr Künstlergespräch mit Prof. Dr. Beate Reifenscheid, Ludwigmuseum Koblenz
So. 31.5.26, 12-20 Uhr
Preview: So. 24.5.26, 12-18 Uhr
Paxmann Contemporary
Schornsberg 28a
D-53332 Bornheim
Installation @ Linden New Art, 2026
Michael Graeve + Christoph Dahlhausen ‚Sound of Colour·Speed of Light‘ / Linden New Art / Melbourne (AU)
2. April – 17. Mai 2026
Wie kann die tatsächliche Bewegung von Licht und Farbe im Raum jenseits unserer Wahrnehmung liegen, und dennoch können wir ein Bild hier sehen, obwohl wir wissen, dass es von dort stammt? Und wenn wir solche Verbindungen beobachten, wie lassen sie sich dann vergleichen? Was ergibt die Summe der Begegnungen von Sehen, Farbe und Klang, wenn sie getrennt und zeitlich aufeinander abgestimmt werden? …
Vergleichbare Gedanken und Fragen sind es, die der Australier Michael Graeve und der Deutsche Christoph Dahlhausen in Ihrer Ausstellung gemeinsam auf abstrakte weise untersuchen und in hochsinnliche Setzungen übertragen. Für den Linden art space habe die beiden eine raumspezifische Ausstellung voller minimaler Zaubereien entwickelt.
Christoph Dahlhausen (Bonn) und Michael Graeve (Castlemaine) arbeiten seit 2006 zusammen und haben eine Reihe nuancierter Dialoge entwickelt. Ihre gemeinsamen Arbeiten wurden international (in Deutschland, USA und Australien) präsentiert. Für ihre Zusammenarbeit wurden sie außerdem mit dem Beethoven Reloaded Prize im Stadtmuseum Siegburg (Siegburg, 2020) ausgezeichnet.
Linden New Art
Bunurong Boon Wurrung Country
26 Acland Street
ST KILDA VIC 3182
Australien
Réfléchir sur le Cube, 2026
Christoph Dahlhausen ‚Dans la lumière du Sud‘ / Maison de Tour / Valaurie (FR)
7. Mai – 28.Juni 2026
Im Rahmen eines zweiteiligen Residenzaufenthaltes im ‚Le Cube‘ auf Einladung des Maison de la Tour in Valaurie in der Drome (FR) realisiert Christoph Dahlhausen eine Ausstellung in der er sowohl einen Überblick seiner Werke (Lichtinstallatioinen, Bodies und Small Windows – Filterarbeiten) als auch eine neu für Valaurie entwickelte Fotoreihe aus der Werkserie ‚Reflections on Space‘ präsentiert. In dieser Fotoserie reagiert Dahlhausen aus ikonische architekturale Situationen und für Südfrankreich spezifische Ansichten und kombiniert diese mit dichromatischen Folien auf Glas. Das Ergebnis sind reduzierte und zugleich malerische Arbeiten, die Betrachtenden in ihren Bann ziehen. Aus wechselnden Positionen betrachtet, entstehen verwirrende Überlagerungen von Fotografiertem und aktuell Realem. Diese Serie entwickele Dahlhausen seit 2024, fasziniert von südlichen Licht Frankreichs
Als Erweiterung des Ausstellungsprojektes lud Dahlhausen BügerInnen aus der Gegend ein, sich mit allerlei Objekten zu beteiligen, die sie mit Licht in Verbindung bringen. Dieser partizipatorische Ansatz ist nicht unüblich für Dahlhausens offenes Werk, bei dem es immer um die Resonanz-Ebene beim Betrachtenden geht.
Maison de la Tour
1 Rue des Écoles
FR-26230 Valaurie
Bildlegende zum Beitragsbild
Michael Graeve (AU) und Christoph Dahlhausen (DE) – Echoes in Time and Space / LOT19 / Castlemaine (AU)
10.5.5 – 24.5.2026
Für die Ausstellung Lot19 bringen Dahlhausen und Graeve sowohl neue als auch ältere Werke ins Spiel und lassen sie miteinander und mit der Galerieumgebung interagieren. So erhält der Titel „Echoes in Time and Space“ sowohl eine wörtliche als auch eine metaphorische Bedeutung. Eine Fülle kompositorischer Ansätze und Materialtexturen trägt zu einer räumlichen Dynamik bei, selbst ohne expliziten Einsatz von Klang. Leinwände, Aluminiumplatten, Leuchten und Folien kommunizieren als Bestandteile miteinander und überlagern sich. Jedes Werk entwickelt Dialoge, Resonanzfelder mit den anderen und mit der Galerie selbst, die sich durch das wechselnde Tageslicht stetig wandelt. Diese Bedingungen sind spezifisch und kontingent. So werden Kunstwerke, die zuvor isoliert wirkten, in sich ständig verändernden Ensembles eingesetzt. Die Werke von Dahlhausen und Graeve reagieren zudem auf ihre Umgebung und nehmen das Licht auf. Dahlhausens Arbeiten aus Folie und Aluminium reflektieren und brechen das Licht, während Graeves Leinwände mal schneller, mal langsamer wirken. Grenzen verschwimmen. Dahlhausens Lichtstäbe erzeugen ein musikalisches Stakkato im Raum und spiegeln die rhythmische Anordnung von Graeves Leinwänden wider. Ein Gesamtwerk entsteht. Offenheit ist das zentrale Thema. Alles trägt dazu bei: Vergangenheit und Gegenwart, Innen und Außen, Farbe und Licht, Oberfläche und Raum, Glanz und Matt, Reduktion und Komplexität. Alles ist im Fluss: hier und jetzt, heute und morgen, Lärm und Stille. Das Signal breitet sich aus, das Echo antwortet, verändert durch alles, was es auf seinem Weg berührt hat.
Eröffnung: Sa., 9.5.2026, 15-17 Uhr
Künstlergespräch: Sa., 16.5.2026, 15 Uhr
LOT19
McShanag Drive
Castlemaine 3450
Victoria, Australia

